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Holger Neeb, WebMaster "landseer-im-web.de"

Kastration älterer Rüden

von HolgerN
geschrieben am 03.Jul '13 um 13:38
Hallo,

unser Chewie wurde vor drei Wochen wegen eines Hodentumores im Alter von 10 Jahren kastriert worden. Die Operation selbst ist im Rahmen einer größerern OP (s. auch hier) vorgenommen worden und zumindest dieser Teil der OP war wohl völlig unkritisch und die Operationsstelle war auch schnell wieder verheilt.

Hat von Euch jemand Erfahrungen mit der Kastration älterer Rüden, bzw. deren "Nebenwirkungen"?

Liebe Grüße
Holger
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Zu 'Kastration älterer Rüden' von HolgerN liegen bislang die folgenden Antworten vor:

Re: Kastration älterer Rüden

von Brigitte Weil
geschrieben am 04.Jul '13 um 08:23

Hallo Holger,

Zeus mussten wir mit 8 kastrieren lassen, Hodenkrebs. Ich zähle jetzt mal auf, was uns so aufgefallen ist, da ist aber sehr schlecht zu sagen, ob manches nicht altersbedingt war.
Wir hatten den Eindruck, das der plötzliche Hormonsturz sowas wie eine Depression auslöst. Keine Lust zu gar nix mehr, lediglich ein Aufenthalt am Wasser hat ihn motivieren können. Er wollte nicht viel Gassi, ganz lustlos und eigentlich nur schlafen. Wir haben ihn aber immer wieder gezwungen mitzumachen und Minos, der damals ja gerade zwei Jahre war, hat ihn doch schon ordentlich auf Trapp gehalten und immer wieder motiviert. Es ging dann langsam aber stetig besser, trotzdem hat es fast ein Jahr gebraucht bis er wieder der Alte war. Er hat sich natürlich nach wie vor für einen Rüden gehalten und sich auch so verhalten, allerdings hat die Damenwelt, bei der er immer so erfolgreich war, das nicht so gesehen. Das hat ihn bis zum Schluss immer entsetzt, das mache Hundedamen alles andere als freundlich waren und wir haben ihn aus so mancher Misere befreit. Er hätte sich nie gewehrt oder wäre wirklich unfreundlich geworden.
Dann kam so mit 11 oder 12 die Inkontinenz dazu. Erst nur Urin, dann auch Darm. Es kann aber sein, das es nicht nur mit dem nach der Kastration schnell schlaffer werdenden Bindegewebe zu tun hatte, sondern auch mit der Spondylose im Kreuzbein, die die Nervenkanäle zum Schluss fast geschlossen hatte. Wir haben es mit Tabletten versucht, haben es dann aber sein lassen, weil es nichts gebracht hat. Mit der Tatsache an sich sind wir gut klar gekommen, es gibt diverse Hilfsmittel und dann ist das kein Problem oder nur ein Kleines. Bei Bedarf schreib mich an, gib Dir dann Infos.
Das Fell hat sich sehr verändert, viel weicher, wattiger, flusiger, mit Unmenge Unterwolle, nicht mehr wasserabweisend. Wenn es geregnet hat, war er gleich naß bis auf die Haut, aber ein Regenmantel hat da Abhilfe geschaffen.
Mein Mann hatte immer den Eindruck er sei durch die Kastration "milder" geworden. Er war ja immer ein ziemlicher Haudegen der vor nix Angst hatte und sich auch noch bis zum Schluss schützend vor Minos gestellt hat wenn er dachte das es nötig sein. Aber er hat dann öfters vorgezogen in eine andere Richtung zu schauen, so nach dem Motto: Ich seh dich nciht, dann muss ich auch nix machen :-)
Durch die Kastration war Minos hier und da auch anders an Zeus interessiert wie ihm lieb war. Wir konnten das aber gut in Grenzen halten, Zeus retten und Minos in seine Schrnaken weisen. Da hat Zeus interessanterweise nie von sich aus die Initiative ergriffen, sondern stetig um Hilfe nachgefragt. Wenn es sehr schlimm war, hat unser Tierarzt ein bisschen Testosteron gespritzt, unter anderem auch um dem rasanten Muskelabbau entgegenzuwirken. Aber das haben wir die letzten 3 oder 4 Jahre nicht mehr gemacht, er hat dann so viel Medikamente benmötigt, das wir ihn nicht weiter belasten wollten. Tumore gab es nach der Kastration nicht mehr, also kein Rezidiv oder so. Alles in allem war das mit der Kastration okay und wir und er haben sehr gut damit leben können.
Das ist im Moment alles was mit einfällt. Wenn ich Dir sonst mit Infos oder vielleicht auch Ratschlägen helfen kann, gerne.
Herzliche Grüße
Brigitte

Letzte Änderung am 30.07.18 Holger Neeb zurück zur LiW-Startseite