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Holger Neeb, WebMaster "landseer-im-web.de"

Re: Käme ein Landseer in Frage?

von HolgerN
geschrieben am 09.Aug '12 um 08:25
als Antwort auf Käme ein Landseer in Frage? von Monika
Hallo Monika,

das sind eine ganze Menge Fragen, aber es ist natürlich besser, sich diese vor der Anschaffung eines Hundes zu stellen, als später eine Menge Fragen zu haben, was man denn wohl falsch gemacht hat.
Ich möchte versuchen, kurz auf die einzelnen Punkte einzugehen:

(Zitat):
wir überlegen, uns einen Hund anzuschaffen, hatten aber noch nie einen. Käme ein Landseer für uns in Frage?
Meiner Meinung nach gehört der Landseer nicht unbedingt zu den pflegeleichten - im wörtlichen, aber auch übertragenen Sinn - Hunden. Die Entscheidung für einen Landseer sollte man nur dann treffen, wenn man nicht einfach nur einen Hund möchte, sondern sich auch etwas intensiver mit dem Thema "Hundehaltung" auseindersetzen möchte. Unser erster Hund war auch ein Landseer.

(Zitat):
Wir haben ein ca. 1500 qm großes Grundstück in einem kleinen Dorf, auf dem der Hund sich aufhalten könnte. Wir würden ca. einmal am Tag eine Stunde spazieren gehen. Treppen steigen müsste er nicht.
Ein großes Grundstück ist schön, manche Landseer - beispielsweise unsere Rayka - verbringen dort auch alleine einige Zeit, aber wichtiger ist die Integration des Hundes in die Familie.
Oder, anders ausgedrückt: Nur Grundstück und eine Stunde spazieren gehen reicht nicht, der Landseer möchte, wie wahrscheinlich fast alle Hunde, Teil der Familie sein.

(Zitat):
Er sollte aber unbedingt kinderfreundlich sein. Unsere Kinder sind zehn und drei, ein drittes ist in Planung.
Keine Hunderasse ist von Natur aus kinderlieb! Dies ist bei jedem Individuum unterschiedlich und basiert m.E. auf Veranlagung, Erfahrungen u.a. Bei uns war/ist es so, dass man beide Hündinnen als "kinderlieb" bezeichnen kann/konnte, beide Rüden sich aus Kinder aber nichts machten. Dies obwohl alle Hunde mit Kindern aufgewachsen sind.

(Zitat):
Im Forum las ich, dass Landseer gerne kleine Wagen ziehen. Bei uns könnte er dies tun (mit kleinem Kind drin).
Eines meiner Lieblingsthemen! Um einen Wagen zu ziehen, sollte ein Hund auf alle Fälle eine spezielle Ausbildung machen. Infos dazu findest Du beispielsweise unter http://www.zughundegruppe.de. Bitte nicht einfach irgendetwas an das Halsband hängen.

(Zitat):
Gibt es einen vertrauensvollen Züchter nahe Göttingen, bei dem wir uns auch informieren können?
Da Du Deine Email-Adresse angegeben hast, meldet sich vielleicht einer bei Dir. Kannst mich aber auch gerne persönlich kontaktieren.

(Zitat):
Was kostet so ein großer Hund durchschnittlich im Monat?
Das ist auf alle Fälle mehr als die reinen Futterkosten und die Hundesteuer. Es ist sicherlich auch sinnvoll, jeden Monat etwas für den Fall zurückzulegen, dass man mal einen Tierarzt braucht. Dies kann Dir mit jedem Hund, auch einem "Nicht-Landseer" passieren und ganz schön ins Geld gehen.
Ich habe die Summe nicht genau durchgerechnet, würde aber schon mit 200,-€ pro Monat rechnen. Aber vielleicht hat jemand diese Summe genauer kalkuliert...

(Zitat):
Laut Forum habe ich den Eindruck, dass ich hohe Tierarztkosten im Alter mit einplanen muss. Ist das oft/immer so?
Wie schon geschrieben, muss man immer Tierarztkosten einplanen! Bei unserem Chewie hatten wir schon zumindest zweimal "wirtschaftlichen Totalschaden", d.h. Tierarztkosten, die den Anschaffungspreis überstiegen. Aber ein Hund ist kein Auto ..

(Zitat):
Gäbe es auch die Möglichkeit, einen mittelalten Landseer zu kaufen, der bereits gut ausgebildet ist?
Grundsätzlich unterscheide ich zwischen "Erziehung" und "Ausbildung", darauf weiter einzugehen würde aber mühelos diesen Thread sprengen. Wahrscheinlich würdest Du Dich mehr für einen gut erzogenen Hund interessieren. Es ist wahrscheinlich möglich, einen solchen Hund zu kaufen. Ich gebe jedoch zu bedenken, dass eine Welpe nicht einem "Do-it-Yourself"-Kit entspricht, bei dem man sich um Aufzucht, Erziehung und Ausbildung selbst kümmern muss, während ein erwachseneer, gut erzogener Hund dann das "Fertigprodukt" ist, mit dem man dann keine Arbeit mehr hat. Insbesondere was die Erziehung angeht, so ist es nicht so, dass es ausreichend ist, in die Welpenstunde und anschließend in den Junghundekurs zu gehen. Dies ist etwas, was einen - unabhängig von der Hunderasse - eine ganzes Hundeleben lang beschäftigt. Womit wir wieder bei meiner Antwort auf Deine erste Frage wären.

(Zitat):
Vielleicht müssen wir auch keine Hundeprofis sein, um einen Landseer aufzuziehen? Vielleicht ist eine konsequente aber liebevolle Erziehung das Wichtigste?
Nein, man muss nicht Martin Rütter sein, um einen Landseer aufzuziehen. Aber, wie schon geschrieben, man sollte an dem Thema interessiert und auch bereit sein, sich manch' kleiner oder auch größeren Herausforderung zu stellen.

Sorry, jetzt ist die Antwort doch etwas länger geworden, aber dazu gibt es soviel zu sagen/schreiben.

Liebe Grüße
Holger
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Zu 'Re: Käme ein Landseer in Frage? ' von HolgerN liegen bislang die folgenden Antworten vor:

Re: Käme ein Landseer in Frage?

von Monika
geschrieben am 09.Aug '12 um 20:15

Lieber Holger,
ich danke dir ganz, ganz herzlich für die vielen wichtigen Infos über Landseer. Du hast uns Laien einen guten Eindruck darüber vermittelt was es heißen kann, mit einem Hund verantwortungsbewusst zu leben. Wir werden uns weiterhin mit dem Thema auseinandersetzen. Aber wenn, dann sollte es doch ein Landseer sein.
Vielen Dank noch mal und falls es in die heiße Anschaffungsphase gehen sollte, darf ich dich vielleicht noch mal kontaktieren?
Viele Grüße,
Monika.

Letzte Änderung am 30.07.18 Holger Neeb zurück zur LiW-Startseite