Landseer-im-Web.de

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Holger Neeb, WebMaster "landseer-im-web.de"
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Holger Neeb, WebMaster "landseer-im-web.de"

Re: Knochenkrebsfälle gesucht

von Helga Diedrich-Ferdinand
geschrieben am 21.Dez '05 um 00:17
als Antwort auf Re: Knochenkrebsfälle gesucht von Martina Schlagert
> > Du hast Dich im Vorfeld sicherlich schon ausführlich mit dem Thema befasst, aber ich muss da doch noch mal ganz naiv nachfragen: Ist den die Vererbbarkeit von Krebserkrankungen wirklich noch ein Thema? Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass hier - genau wie bei den Gelenkerkrankungen HD, OD/ECD, etc. - die genetische Dispostion außer Frage steht. Oder nicht?
> >
> ICH habe mich mit dem Thema befasst.
> ICH habe Fachtierärzte für Onkologie hierzu befragt.
> ICH habe Fachliteratur zu diesem Thema gewälzt.
>
> Diejenigen, die Verantwortung tragen, haben dies nicht getan.
>
> Ich kann nur bestätigen, was Du geschrieben hast. Mir stellt sich nun die Frage, warum hier noch keine Anpassung der Zuchtbestimmungen vorgenommen wurde. Aber nur mit dem Beweis in Händen kann man diejenigen sensibilisieren, wachrütteln, die es schlicht und einfach nicht wahrhaben wollen!
>
> Viele Grüße
> Martina

Liebe Frau Schlagert, ich will Ihren Optimismus, was das Sensibilisieren und Wachrütteln angeht, etwas dämpfen. Aus meiner Erfahrung als ehemalige Landseer-Züchterin kann ich Ihnen sagen, auch wenn Beweise für Krankheiten oder Defekte da sind, werden die Zuchtbestimmungen nicht oder nur nach zähem Ringen geändert. Beispiel: keiner der beiden Landseer-Vereine hat zur Zuchtzulassung Herzuntersuchungen in mind. 2 verschiedenen Alter zur Pflicht, nur 1 Verein hat das Pflichtröntgen auch der Vorhand in den Zuchtbestimmungen, der Gen-Test auf Cystinurie nur in einem Verein auf
freiwilliger Basis. Vor soviel Borniertheit hatte ich seinerzeit resigniert. Für die Lebewesen Hund ist zu hoffen, dass Erkrankungen nicht nur hinter vorgehaltener Hand weiter gegeben werden. Eine sehr gute und fundierte Beratung aller Züchter bei ihren Zuchtvorhaben ist unbedingt anzuraten. Jeder Züchter muss wissen, was er den Welpen und ihren Besitzern antut, wenn er eine Verpaarung unter 80 % AVK (das kann er selbst ausrechnen) und über 2 % IK vorhat. Ihre Ergebnisse, falls Ihnen Material zugänglich gemacht wird, wären interessant, die verschiedensten Krebsformen nehmen bei allen Hunderassen und auch Mischlinge zu. Umwelt bedingt, familiäre Disposition, Industriefutter, und, und? M.f. G. Helga D.-Ferdinand

http://www.neufundlaender-vom-preisberg.de

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Zu 'Re: Knochenkrebsfälle gesucht' von Helga Diedrich-Ferdinand liegen bislang die folgenden Antworten vor:

Re: Knochenkrebsfälle gesucht

von Martina Schlagert
geschrieben am 21.Dez '05 um 10:22

Sehr geehrte Frau Dietrich-Ferdinand,

ich bin mir der Schwierigkeit meines Vorhabens durchaus bewusst. Aber ich erfahre auch breite Unterstützung und das ist es, was mich optimistisch stimmt.

Sicher wird diese Arbeit nicht überall gern gesehen. Manch einer würde lieber das Mäntelchen des Schweigens über diese Sache ausbreiten, so wie es bisher durchaus praktiziert wurde. Dabei gehe ich davon aus, dass nicht alle (aber einige!) problematischen Verpaarungen vorsätzlich gemacht werden. Manch Hündinnenbesitzer weiß vielleicht gar nicht, was er sich mit dem ausgewählten Deckrüden einhandelt. Wenn er nicht gerade 'Insider' ist.

Ein verantwortungsvoller Züchter wird unsere Ergebnisse genau studieren und dann seine Konsequenzen daraus ziehen.

Gegen Borniertheit und Ignoranz werden auch wir nicht angehen können, es sei denn, es findet auf höheren Ebenen ein Umdenken statt. Aber diese Leute disqualifizieren sich selbst.

Viele Grüße
Martina Schlagert

Letzte Änderung am 30.07.18 Holger Neeb zurück zur LiW-Startseite