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Holger Neeb, WebMaster "landseer-im-web.de"

Meine Hündin reitet auf meinen Rüden auf

von Martina
geschrieben am 14.Jan '04 um 19:12
Hallo zusammen!
Zuerst mal möchte ich mich bei Euch für Eure Antworten bedanken. Sogleich habe ich schon wieder mal eine Frage:
Meine Mischlingshündin Hera (1 1/2 Jahre und kastriert) reitet seit kurzem auf meinen Landseerrüden (6 Monate alt) auf. Sieht echt witzig aus denn der Landsi ist mit seinen 6 Monaten schon fast doppelt so schwer wie sie und natürlich auch größer. Das macht sie einige male am Tag. Kann mir jemand dieses Verhalten erklären?
Recht herzlichen Dank schon mal.

Liebe Grüße
Martina
... diesen Beitrag beantworten
 

Zu 'Meine Hündin reitet auf meinen Rüden auf' von Martina liegen bislang die folgenden Antworten vor:

Re: Meine Hündin reitet auf meinen Rüden auf

von HolgerN
geschrieben am 16.Jan '04 um 09:20


Hallo Martina,

das Aufreiten Eurer Hera auf Eurem Landser hat natürlich nichts mit dem Geschlechtstrieb zu tun.
Diese Form des Aufreitens bei Hunden (man kann es auch bei einer ganzen Reihe anderer Säugeteiere beobachten) ist eher ein Zeichen der Dominanz des aufreitenden Hundes gegenüber dem anderen Hund.

Grundsätzlich ist sicherlich nichts dagegen einzuwenden, wenn die ältere und erfahrenere Hündin gegenüber dem Jungrüden eine ranghöhrere Position beansprucht. Auch bei unserem Landseerpärchen (Danessa, Hündin, 7 Jahre und Chewbacca, Rüde, 14 Monate) hat ganz deutlich die Hündin die ranghöhere Position.
Allerdings hat Danessa nie versucht bei Chewie aufzureiten und ich denke, dass ich dies dann auch nicht zulassen würde. Das Aufreiten ist sicherlich ein sehr starkes Zeichen der eigenen Dominanz und falls sie sich dies angewöhnt und auch bei anderen Hunden versucht, wird es doch mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Auseinandersetzungen mit diesen Hunden kommen. Wahrscheinlich wird sich auch Eurer Rüde dies nicht für immer gefallen lassen und ich kann mir vorstellen, dass es mit Eintritt in die Pubertät dann auch bei Euch zu 'Stress' kommt.

Es kann auch vorkommen, dass dieses Verhalten dann bei Menschen gezeigt wird, was bei kleinen Hunden sicherlich nur lästig ist, bei größeren Hunden - insbesondere in Verbindung mit Kindern oder älteren Menschen - auch insofern gefährlich ist, dass für die Personen dann natürlich eine erhöhte Sturz- und Verletzungsgefahr besteht.
Abgesehen von der Verletzungsgefahr sollte ein solch dominantes Verhalten gegenüber Menschen grundsätzlich nicht zugelassen werden. Hier ist dann u.U. der Besuch in einer guten Hundeschule angezeigt...

Mit freundlichen Grüßen
Holger Neeb mit Danessa & Chewbacca

Re: Meine Hündin reitet auf meinen Rüden auf

von Marc
geschrieben am 16.Jan '04 um 13:30

Hallo Martina,

Uns ergeht es im Moment ganz ähnlich und dieses Aufreiten hat natürlich nichts mit Sexualität zu tun, genauso wie es der Holger formuliert hat: 1 1/2 Jahre alter Schapendoes und 4 1/2 Monate alter Landseer.

Aufgeritten wird bei uns zwar nicht (noch nicht?), aber lass es mich so formulieren: die Babyzeit geht langsam vorbei. Die Spiele werden viel heftiger. Der Ältere ist ganz plötzlich und viel deutlicher auf seinen eigenen Vorteil bedacht: Es wird um die beste Position bei der Begrüssung gerangelt, um die beste Stelle auf dem Sofa...

Jeder, der mich kennt, weiss allerdings, wie sparsam ich mit dem Wort "Dominanz" umgehe, zumal es sich hier um unterschiedliche Geschlechter handelt:

- Es wäre sehr wohl vorstellbar, einen sehr "dominanten" Rüden UND eine sehr "dominante" Hündin in bester Eintracht zu sehen.
- Unser kleiner erwachsener Rüde (20kg) hat einen besten Freund: einen 14kg schweren Kastraten. Sie besteigen sich gegenseitig, andauernd, immer wieder, rangeln und "kämpfen" und hatten aber eigentlich noch nie Streit. Der Kleine wurde gross, zog am Älteren vorbei und der Ältere hat seine Leaderposition abgegeben, ohne ein einziges böses Wort.
- Der gleiche 20kg Rüde lässt sich regelmässig von einem viel kleineren erwachsenen Rüden 5 kg besteigen, ohne mit der Wimper zu zucken. Oft beachtet er den Zwerg nicht einmal. Fast ist es, als ob er das witzig finden würde. Wird es ihm allzu bunt, gibt es einen kleinen Rumpfschubser; das war's. Der Grosse unterwirft sich nie und doch versucht es der kleine Giftzwerg immer und immer wieder. Und alles ohne ein einziges böses Wort.

Aufsteigen ist also mehr als nur die Demonstration einer Vorrangstellung oder eines Führungsanspruches. Es führt nicht zwangsläufig in einen Streit, im Gegenteil. Es ist auch ritualisiertes Kräftemessen und kann sehr wohl spielerische Züge haben. Ich würde es also nicht dramatisieren. Es zu verbieten oder zu therapieren wäre auch recht nutzlos, weil es undendlich viele andere Signale gibt, die das gleiche ausdrücken. Daraus eines herauszupflücken und es zu verbieten, scheint mir wenig sinnvoll?

Aber natürlich hat der Holger recht: Kinder oder auch fremde Menschen besteigen, ein Unding. Und das nicht nur für Landseer, weil sie so gross und schwer sind, sondern weil es auf dieser Ebene prinziliell keine (erlaubte) Kommunikation gibt. Das ist bei uns im Haus wohl das grösste Tabu, das es gibt.

LG,
Marc

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Letzte Änderung am 30.07.18 Holger Neeb zurück zur LiW-Startseite