Landseer-im-Web.de

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... und nun viel Spaß beim Schmökern

Holger Neeb, WebMaster "landseer-im-web.de"

Kastration des Rüden ?

von Steffi
geschrieben am 29.Okt '02 um 20:30
Hallo, wer hat seinen Landseerrüden kastrieren lassen wegen Unverträglichkeit mit anderen Rüden und kann mir drüber berichten? Mein Rüde ist 2,5 Jahre alt und seit kurzem nicht mehr gut auf Rüden zu sprechen. Insgesamt wirkt er häufig grenzentestend- nach dem Motto muß ich wirklich hören, was bisher kein Problem war. Rangordnung ist auch klar.- Er hatte viel Hundekontakt bis zum 2 Lebensjahr. Dann sind wir in ein Haus in Alleinlage gezogen. Ist das jetzt nur die letzte Phase der Pubertät bei diesen Spätentwicklern und ich bekomme es durch klare, eindeutige Erziehung doch in den Griff , oder laufe ich Gefahr, daß dieses Verhalten sich so eingeprägt, das dann eine OP nur noch wenig bringt.
Freu mich auf Erfahrungsberichte.

Steffi
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Zu 'Kastration des Rüden ?' von Steffi liegen bislang die folgenden Antworten vor:

Re: Kastration des Rüden ?

von Barbara
geschrieben am 29.Okt '02 um 22:42

Hallo Steffi,

meine Hunde sind zwar nicht kastriert, aber ich denke Du solltest genau darüber nachdenken.
Ist etwas vorgefallen, das Dein Hund auf einmal so ist?
Wir wohnen auch ziemlich einsam, gehen aber in die Hundeschule und auch zu Spielgruppen, damit die Hunde immer Kontakt haben zu Artgenossen. Wie verhällt er sich bei Hündinnen?
Ist er zu allen Rüden agressiv oder gib es Unterschiede? z.B. nur bei großen Hunden?
Hört er nur schlecht wenn andere Rüden da sind oder auch wenn Ihr alleine seid?
Bitte denke genau nach wenn Du diesen Schritt mit ihm gehst, es kommt auch noch dazu, das meistens ein großer Teil der optischen Schönheit verloren geht:-(

Viele Grüße
Barbara

Re: Kastration des Rüden ?

von HolgerN
geschrieben am 30.Okt '02 um 08:09

Hallo Steffi,

ich kann zwar keinen Erfahrungsbericht über die Kastration eines Rüden beitragen, habe mich aber mit der sog. "Rüdenproblematik" etwas beschäftigt / beschäftigen müssen.

Ob Dein Rüde mit seine zweieinhalb Jahren jetzt schon erwachsen ist, oder noch in der Pubertät lässt sich natürlich schwer beurteilen. Aber in diesem Alter beginnen viele Rüden damit, ihren Geschlechtsgenossen eher 'kritsch' zu begegnen. Meine Erfahrung ist es, dass dieser Zustand sich nicht mehr von alleine ändern wird.
Ob da eine Kastration jetzt noch hilft, weiß ich nicht. Gefühlsmässig würde ich aber sagen, dass nicht unbedingt das Mittel der Wahl ist.


Du schreibst:
> Rangordnung ist auch klar

Ich glaube mittlerweile nicht mehr, dass sich eine solche Problematik mit Rangordnungs- oder Dominanzproblemen erklären lässt. Unseren Hunden ist es bewusst, dass sie in einem gemischten Rudel aus zwei verschiedenen Spezies leben und für sie gibt es durchaus einen Unterschied im Umgang mit diesen. Unser Rüde Ajax hatte beispielsweise niemals den Versuch gemacht die Rangordnung innerhalb der Familie in Frage zu stellen, allerdings wäre er auch nie auf die Idee gekommen, auf eine Erlaubnis von mir zu einer Rauferei mit seinem Wurfbruder Asterix zu warten (oder gar zu erwarten, dass ich als "Alpha" den vermeintlichen Konkurrenten vertreibe).

Das einzige, was meines Erachtens nach an dieser Stelle hilft, ist es, ein Abbruchkommando ("Nein!") und gegebenfalls ein Kommando zum heran rufen ("Hier!") sicher zu etablieren.

Mit freundlichen Grüßen
Holger Neeb

Re: Kastration des Rüden ?

von Susanne
geschrieben am 30.Okt '02 um 10:40

Hallo Steffi,

wie genau verhält sich Dein Rüde denn bei der Begegnung mit anderen Rüden? Belässt er es bei Imponiergehabe oder kommt es zu "Kloppereien", wenn ja, häufen sich diese? Wählt er aus oder ist ihm jeder Rüde recht? Ist Deine Nähe beeinflussend, ist er evtl. an der Leine entschlossener? Ist die Anwesenheit einer Hündin verhaltensverstärkend? In welchen Situationen hinterfragt er Deine Anweisungen? Wie schätzt Du seinen Sexualtrieb ein, ist er normal- oder überaktiv?

Testosteron ist das, was Deinen Hund erst zum Rüden macht. Nimmt man ihm diese Hormone - bsw. durch die chirurgische Entfernung der hormonproduzierenden Drüsen, lässt idR. das hormonell beeinflusste Verhalten nach. Wie nachhaltig sich das Verhalten verändert, hängt im wesentlichen vom Alter des Rüden ab.

Je älter ein Rüde zum Zeitpunkt der Kastration ist, desto gefestigter sind die Verhaltensmuster, es handelt sich dann dabei nicht mehr nur um hormonell gesteuertes, sondern um erlerntes und etabliertes Verhalten.

Grundsätzlich ist die Kastration kein Heilmittel bei Erziehungsproblemen. Sie kann bei stark hormongesteuertem Verhalten aber zur Unterstützung in Betracht kommen und vieles einfacher machen.

Eine Kastration bedarf einer medizinischer Indikation. Bevor man sich zu diesem entgültigen Schritt entschließt, sollte eine Anamnese von einem "Sachverständigen" erstellt werden.

Kastrationsfolgen fallen nicht immer nur positiv aus. Es gibt auch viele Rüden, die stark unsicher werden, bei manchen verändert sich nachhaltig die Fellstruktur, viele werden im Verhalten weiblich und von "intakten" Rüden mehr oder weniger stark belästigt, was dann wieder zu Auseinandersetzungen führen kann. Der Schuss kann also auch nach hinten losgehen und ist dann nur noch mit regelmäßigen Hormongaben zu lindern.

Versuchs doch zunächst einmal mit dem Besuch einer guten Hundeschule. Professionell arbeitende Hundeschulen mit dem nötigen Hintergrundwissen findest Du unter www.ig-hundeschulen.de. Vielleicht kannst Du durch einige Veränderungen in Deinem Verhalten schon eine Besserung erzielen.

Viele Grüße - Susanne


Letzte Änderung am 30.07.18 Holger Neeb zurück zur LiW-Startseite